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Weltkindertag: Kinder und Jugendliche sind keine Streichposten

Liebe Leser*innen,

Kinder und Jugendliche können nicht dafür sorgen, dass das Jugendamt ausreichend Personal hat, die Beratungsstelle geöffnet bleibt oder ihre Familie rechtzeitig Unterstützung bekommt. Sie sind darauf angewiesen, dass Erwachsene und staatliche Institutionen Verantwortung übernehmen. Doch ausgerechnet die Strukturen, die Kinder schützen und Familien unterstützen sollen, stehen zunehmend unter finanziellem Druck: Vielerorts fehlen Geld und Personal, damit notwendige Hilfen verlässlich zur Verfügung stehen. Politisch wird darüber diskutiert, Leistungen und Rechtsansprüche in der Kinder- und Jugendhilfe einzuschränken. Zum heutigen Weltkindertag stellen wir deshalb die Frage: „Wen kümmert’s?“ In den vergangenen Tagen haben Mitarbeitende aus dem Kinderschutzbund auf Instagram berichtet, wie sie die Situation vor Ort erleben und was Kürzungen für ihre Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien bereits bedeuten – und künftig bedeuten könnten. „Kinder haben ein Recht auf Schutz, Förderung und Beteiligung – und das können Eltern unmöglich alleine leisten. Wir brauchen die ganze demokratische Gesellschaft für unsere Kinder und eine mutige Politik, die in das gute Aufwachsen unserer Kinder investiert. Das zahlt sich aus – für uns alle“, sagt Iris von Engeln, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Bremen. Bund, Länder und Kommunen müssen die Kinder- und Jugendhilfe so ausstatten, dass sie ihren Aufgaben verlässlich gerecht werden kann. Kinderrechte dürfen nicht unter Kostenvorbehalt stehen.  

Kinder in Krisen- und Kriegsgebieten konsequent schützen 
Kriege bedeuten für Kinder den Verlust von Sicherheit, Alltag und oft auch von Zukunftschancen. Sie leiden unter Gewalt, Flucht und Vertreibung ebenso wie unter Hunger, Krankheiten, zerstörter Infrastruktur und dem Zusammenbruch von Bildungs- und Versorgungssystemen. Wir mahnen deshalb, Kinder in Krisen- und Kriegsgebieten weltweit konsequent zu schützen und ihre Rechte durchzusetzen. Auch Deutschland trägt Verantwortung: Geflüchtete Kinder müssen hier verlässlich Schutz erhalten und Zugang zu Bildung, gesundheitlicher Versorgung und gesellschaftlicher Teilhabe haben. Denn unabhängig davon, wo Kinder leben oder woher sie kommen: Kinder haben ein Recht auf Frieden, Sicherheit und Zukunft.

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Veröffentlichung

So, 20. September 2026

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